Greenpeace gratuliert! 1. Geburtstag des OZEANEUMs

1. Juli 2009

Deswegen werden wir mit unserem Aktionsschiff Beluga II vom 10.- 20. Juli direkt vor dem OZEANEUM anzutreffen sein. An Bord kann der Besucher eine Ausstellung und Filme zum weltweiten Meeresschutz sehen und natürlich kann die Beluga II in Augenschein genommen werden. Fachkundige Kollegen befinden sich an Bord und stehen gerne Rede und Antwort.

Die Beluga II kommt gerade von ihrer Nordsee-Tour vom Sylter Außenriff zurück, die neuesten Informationen dazu, sind ebenfalls an Bord einzusehen. Zusätzlich gibt es noch jede Menge Informationen und Aktivitäten rund um das Thema Meer.Von Vorträge an Bord bis hin zu Extra-Führungen durch die Ausstellung „1:1 Riesen der Meere”,

Theater- und Musikvorführungen der regionalen Greenpeace-Gruppen. Fahrten mit den Greeenpeace-Schlauchbooten sind am ersten Wochenende für Kinder möglich. In der Woche werden einige spannende Kinofilme rund ums Meer an die Außenfassade des OZEANEUMs projiziert.

Für die kleinen Besucher gibt es jede Menge Informationen zum Meeresschutz und zusätzlich die Möglichkeit vor Ort aktiv zu werden.

Also nichts wie hin …


Im OZEANEUM am 3. Advent

16. Dezember 2008

Unser letzter Aktionstag fand am 13. und 14. Dezember im OZEANEUM in Stralsund statt und stand ganz im Zeichen der beiden japanischen Greenpeace-Aktivisten Junichi Sato und Toru Suzuki, die in Japan vor Gericht stehen, weil sie sich für den Schutz der Wale eingesetzt haben. Ihr “Verbrechen” ist, dass sie illegalen Walfleischschmuggel und langjährige Korruption im japanischen Walfangprogramm aufdeckten. Nun drohen ihnen bis zu zehn Jahre Haft.

Die Greenpeace-Gruppe Greifswald/ Stralsund lud am Wochenende jeweils von 10-18 Uhr zum Gespräch an einen Infostand im Foyer des OZEANEUM und sammelte dort Unterschriften für einen weltweiten Protest gegen die Inhaftierung der beiden Aktivisten in Japan.

Basteln mit Kindern und ein Gewinnspiel erfreuten die Besucher der Ausstellung “Riesen der Meere” am 3. Advent. Es konnten viele Interessierte begrüßt werden - unter anderem auch ein älterer Herr mit weißem Rauschebart…


Gespräch mit Junichi und Toru in Tokio

12. Dezember 2008

Zurück in Hamburg. Vor meiner Abreise aus Tokio konnte ich noch Junichi und Toru, die beiden in Japan angeklagten Greenpeace-Aktivisten, treffen. Allerdings nur einzeln und unter Aufsicht ihrer Anwälte. Für sie gelten strenge polizeiliche Auflagen. Für Junichi und Toru und für ihre Familien hat sich nach Aufdeckung des Walfleisch-Skandals das Leben radikal verändert.

Das japanische Rechtssystem ist mit dem deutschen nicht vergleichbar. Kulturell bedingt gilt man in der japanischen Gesellschaft als schuldig und verurteilt, wenn man öffentlich abgeführt und angeklagt wird. Ehre ist für viele Japaner enorm wichtig. Öffentlich abgeführt oder angeklagt zu werden, kommt einem Gesichtsverlust gleich. Rund 92 Prozent der Anklagen in Japan führen zu einer Verurteilung.

Bei unserem Treffen haben mir beide erzählt, wie sie während der ersten Tage der Untersuchungshaft teilweise zwölf Stunden am Tag verhört wurden. Gefesselt an Tisch und Stuhl. Dies ist selbst bei schweren Straftaten äußerst ungewöhnlich. Sowohl die Anwälte unserer Aktivisten, als auch Experten haben mir gegenüber bestätigt, dass gegen Junichi und Toru mit übertriebener Härte und vollkommen unangemessen vorgegangen worden ist. Nach Einschätzung der Experten ist der Prozess gegen die beiden Aktivisten politisch motiviert.

Bei Junichi und Toru jedoch war zu meinem Erstaunen nichts von Frustration oder gar Resignation zu spüren. Im Gegenteil: sie waren sehr zuversichtlich. Sie wollen kämpfen, sich nicht in ihr Schicksal ergeben und vor Gericht für ihr Recht auf freie Meinungsäußerung kämpfen. Die Treffen mit Junichi und Toru haben mir selber Kraft gegeben. Kraft, um weiter gegen das Unrecht, das ihnen widerfährt, zu kämpfen. Und Kraft, weiter für ein Ende des japanischen Walfangs einzutreten.

Eine Verurteilung von Junichi und Toru würde gegen die Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen von 1948 verstoßen. Hier ist unter anderem das Recht auf freie Meinungsäußerung festgelegt, das auch das Recht auf Informationsbeschaffung einschließt. Die Informationsbeschaffung, in diesem Fall die Sicherstellung des Kartons mit Walfleisch, ist hierunter zu verstehen. Es handelt sich nicht um Diebstahl, da Toru und Junichi sich nicht daran bereichert haben, sondern den Karton der Staatsanwaltschaft für Ermittlungszwecke zur Verfügung stellten.

Darum möchte ich Sie noch einmal bitten, sich für die Freilassung von Junichi und Toru einzusetzen und auch Ihr Umfeld dazu zu ermuntern.

Herzlichen Dank dafür.

Brigitte Behrens


OZEANEUM – 500.000 Besucher

13. November 2008

Nach nur vier Monaten wurde heute der 500.000ste Besucher im OZEANEUM begrüßt – eine stolze Leistung der gesamten Museumsmannschaft. Herzlichen Glückwunsch! Zuerst die anstrengenden Monate vor der Eröffnung am 11. Juli 2008 durch Bundeskanzlerin Angela Merkel und dann die Monate mit den restlichen Arbeiten haben dem Team rund um Direktor Dr. Benke einiges abgefordert.

Auch in der Ausstellung 1:1 Riesen der Meere wurde einiges ergänzt, das Pottwal-Model inkl. Riesenkalmar stellt die auffälligste Veränderung dar. Mittlerweile sind 7.000 Meeresbewohner, die den natürlichen Lebensraum zwischen Ostsee und Polarmeer nachbilden, in die 30 Aquarien eingezogen. Im großen Schwarmfischbecken ziehen rund 1.400 Heringe ihre Runden.

Vielleicht an dieser Stelle schon ein Hinweis in eigener Sache: Am 3.Adventswochenende (13. und 14. Dezember) wird Greenpeace noch einmal Aktionstage im OZEANEUM veranstalten. Unsere Kollegen freuen sich über viele interessierte Besucher, die aktuelle Informationen zu Meeresthemen erhalten wollen.

Also vormerken: 13. und 14. Dezember Greenpeace im OZEANEUM


Über 400.000 Besucher im OZEANEUM

15. Oktober 2008

Gestern konnte ich mich endlich selbst davon überzeugen, wie der neue Bewohner in der Ausstellung 1:1 Riesen der Meere aussieht - einfach beeindruckend, wie der Pottwal mit dem Kalmar im Maul so neben dem 26 m langen Blauwal abtaucht. Zurzeit werden in der Halle noch die letzten Arbeiten durchgeführt, damit die Besucher in Kürze wieder direkt unter den Walen liegen können.

Neben dieser Ausstellungserweiterung bereiten wir uns gerade auf unsere Aktionstage Ende Oktober vor. An diesen Tagen sind unsere ehrenamtlichen Mitstreiter vor Ort und bieten eine Fülle an Aktivitäten für Groß und Klein an. Angefangen beim Walquiz für die sehr interessierten Besucher, über Bastelaktivitäten für die Kleinen, bis hin zu Vorträgen und Vorleserunden unter den Walen. Wir werden vom 24.10.-26.10 und vom 31.10.-2.10. jeweils von 10-18 Uhr in der Ausstellung 1:1 Riesen der Meere zu finden sein. Das detaillierte Programm wird in der nächsten Woche hier im Blog stehen.

Bis dahin Termine vormerken und vorbei schaun, wir freuen uns!


Schweinswal vor OZEANEUM

8. Oktober 2008

Die Attraktivität des OZEANEUM spricht sich herum: Im Stralsunder Hafenbecken interessierte sich jetzt sogar ein Exemplar der sehr seltenen Schweinswale für die spektakuläre Meeresausstellung. Der Schweinswal, auch Kleiner Tümmler genannt, ist die einzige in den deutschen Meeren vorkommende Wal-Art. Zudem sind die Schweinswale in der Ostsee vom Aussterben bedroht. Dieses ca. 1,20 bis 1,30 m große Tier stattete zuerst dem Stralsunder Südhafen einen Besuch ab und erfreute dann Wissenschaftler und Besucher des OZEANEUM. Die Walforscher des Deutschen Meeresmuseums konnten den kleinsten Wal dort in aller Ruhe beobachten.


Moby Dick geht durchs Nadelöhr

2. Oktober 2008

Die Wale-WG ist komplett. Heute Morgen zog der 15 Meter lange Pottwal gemeinsam mit dem zehn Meter langen Riesenkalmar in die Ausstellungshalle des OZEANEUM in Stralsund ein. In der Nacht waren die beiden Riesen auf Schwerlastern aus einer Werkstatt in Dresden gekommen.

Um 8 Uhr sollte zunächst der vier Tonnen schwere Pottwal in die Halle einrollen. Doch es gab ein Nadelöhr: das Eingangstor ließ nur wenige Zentimeter Platz für den Giganten. Zudem hatten die Künstler aus Dresden ihre künstlerische Freiheit ausgekostet und die Wölbung des Rückens etwas stärker als geplant gestaltet. Mit viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl streichelten die Männer des Transportunternehmens das große Tier regelrecht in die Halle. Respekt!

In den nächsten Tagen werden Pottwal und Riesenkalmar miteinander verbunden, so dass die Skulptur schließlich ein Naturdrama zeigt, dass so noch nie ein Mensch beobachten konnte: den Tiefseekampf eines Pottwals mit einem Riesenkalmar. Dass es solche Kämpfe tatsächlich gibt, ist hinreichend verbürgt. Wissenschaftler fanden Überreste von Riesenkalmaren in den Bäuchen von Pottwalen, zudem lieferten Abdrücke ihrer Saugknäpfe auf deren Haut jede Menge Hinweise darauf.

Den Film zu den Tücken des Einzugs könnt Ihr morgen an dieser Stelle sehen.


Greenpeace informiert im OZEANEUM

21. September 2008

Infowochenende im OZEANEUM in Stralsund: Am 20. und 21. September von 10-18 Uhr können sich interessierte Besucher an unserem Infostand über die aktuelle Situation des japanischen Walfangs informieren.

Neben der reinen Information haben wir auch einige Aktivitäten für die kleinen Besucher vorbereitet, u.a. ein Wal-Quiz, ein Angelspiel sowie weitere Bastelaktionen.

Unsere Kollegen stehen Euch mit Rat & Tat zur Verfügung. Kommt gern vorbei!


Hörprobe “Im Fadenkreuz der Walfänger”

17. September 2008

Eine Hör- und Sehprobe: Regine liest aus ihrem Buch “Im Fadenkreuz der Walfänger” im OZEANEUM in Stralsund. Es war ein beeindruckender Diavortrag mit bewegenden Fotos vom Greenpeace Protest im Südpolarmeer und den japanischen Walfängern.

You need to a flashplayer enabled browser to view this YouTube video


Heute Abend: Regine im OZEANEUM

12. September 2008

Walschutz-Aktivistin Regine Frerichs liest heute Abend um 19 Uhr aus ihrem Buch “Im Fadenkreuz der Walfänger” im OZEANEUM in Stralsund.

Seltene Einblicke in die Gefühlswelt einer toughen Frau: …Doch plötzlich hebt sich das Wasser, bildet einen kleinen Hügel, teilt sich, und ein schwarzer Kopf schiebt sich heraus. Mit einem lauten Zischen stößt das große Tier seinen Atem in die klare Polarluft, der zu einer hohen, schlanken Dunstwolke kondensiert, um schließlich fast eine halbe Minute lang in der Luft zu zerschmelzen… Ich kenne niemanden, der sich in einer solchen Nähe zu einem Wal dem Drang entziehen kann, ihn zu berühren. Es ist schwer, sich darauf zu besinnen, dass man diese Tiere nicht anfassen soll, aber die Wale scheinen ihrerseits den Wunsch nach Körperkontakt zu verspüren.

Mehr aus dem Buch und fantastische Bilder aus der Antarktis gibts heute Abend.



Neues aus anderen Greenpeace Blogs

Urwaldblog:

Harpunenblog:

1:1 - Riesen der Meere | Wale in Stralsund