Am Mittwoch, dem 27. Mai 2009 gastiert das NDR Wissenschaftsmagazin Logo “on Tour” im OZEANEUM Stralsund. Die Aufzeichnung der 55-minütigen Sendung beginnt um 14 Uhr im Mehrzwecksaal des OZEANEUMs. Aufzeichnung am 27.05.2009 ab 14 Uhr, Eintritt frei.
Schwerpunkt der von NDR Info präsentierten Logo-Sendung ist das Thema “Erforschung und Nutzung der Meere”. Neben aktuellen Berichten und Reportagen sind im Vorfeld bereits Porträts von Mitarbeitern des Deutschen Meeresmuseums entstanden, die ihren Arbeitsalltag spannend und unterhaltsam skizzieren. So berichtet Chefpräparator Uwe Beese wie die aufwendigen Exponate für die Ausstellungen in der hauseigenen Präparationswerkstatt entstehen.
Während der Aufzeichnung werden im Gespräch mit den Tierpflegern und Wissenschaftlern vom Deutschen Meeresmuseum aktuelle Themen diskutiert: Wie können wir die Bewohner der Meere und die natürlichen Ressourcen der Ozeane besser schützen und wie kann das Meer in Zukunft als Nahrungs- und Rohstoffquelle sinnvoll genutzt werden? Eine Mitarbeiterin vom Kooperationspartner Greenpeace informiert über die “Riesen der Meere” und deren wachsende Bedrohung.
Alle Interessierten sind herzlich zur Aufzeichnung am 27. Mai in den Mehrzwecksaal des OZEANEUMs eingeladen. Einlass ist ab 13.30 Uhr. Der Zugang erfolgt über den hafenseitigen Eingang zwischen Bistro “Hafenblick” und dem alten Speicher. Der Eintritt ist frei.
Endlich ist es so weit. Nach monatelanger Vorbereitung wird heute die neue multimediale Inszenierung offiziell eröffnet. In den letzten Monaten wurden neben der Konzeptarbeit - in welcher Reihenfolge sollen die Wale ins rechte Licht gerückt werden, wer soll den Text sprechen und in welcher Art und Weise - auch die technischen Voraussetzungen geklärt. Zeitweise war es richtige Tüftelarbeit für die Techniker und Künstler vor Ort. Besucher können die Ausstellung „1:1 Riesen der Meere“ jetzt hautnah erleben. Walgesänge und Meeresrauschen kombiniert mit Lichteffekten und Projektionen erwecken die lebensgroßen Walmodelle - darunter einen 26 Meter langen Blauwal – zum Leben und lassen den Besucher in die Welt der Wale eintauchen.
In der zehnminütigen Installation wird auch die Bedrohung der Meeressäuger beispielsweise durch Lärm von Schiffen und das Fischen mit Treibnetzen veranschaulicht und von einem Sprecher erklärt. Wenn die Besucher dafür auf den Liegen unter den Walen Platz nehmen, erwartet sie ein einzigartiges Erlebnis. Eindrücke, die sie mit nach Hause nehmen werden.
Die Messe hat am Samstag um 10 Uhr ihre Türen geöffnet und trotz Wirtschaftskrise strömten die Massen durch die Hallen. Die Taucherhalle (Halle3) ist erfahrungsgemäß immer gut besucht, was auch am ersten Wochenende der Fall war. Wir konnten rund 300 Besucher zu einer Unterschrift für unsere japanischen Kollegen bewegen, vielen Besuchern war die Situation unserer japanischen Kollegen Junichi Sato und Toru Suzuki gar nicht bewusst.
Kurzes up date: Am heutigen Tag mussten beide Seiten ihre Beweise bei der Staatsanwaltschaft in Aomori einreichen und am 13. Februar findet die erste Anhörung in Aomori statt. Wir werden darüber berichten.
Und eine weitere Neuigkeit hat uns soeben erreicht: Die “Yushin Maru 2 „ hat Indonesien bereits wieder verlassen, zurzeit ist nicht klar, ob das Walfangschiff repariert wurde und wohin es jetzt fährt. Dazu gibt es momentan widersprüchliche Aussagen.
Mit dem größten Meeresschutzgebiet der Welt hat sich der fast schon Ex-US-Präsident Bush endlich mal einen positiven Superlativ zugelegt. Nie zuvor hat ein Mensch so viel Natur unter Schutz gestellt wie er. 60 % des Gebietes sollen nutzungsfrei sein, das bedeutet frei von kommerzieller Fischerei und dem Abbau von Rohstoffen. Damit hat Bush etwas geschafft, von dem das “saubere” Deutschland nur träumen kann.
Meeresschutzgebiete bestehen bei uns nämlich bisher nur auf dem Papier. So sind im Meeresschutzgebiet “Sylter Aussenriff” immer noch alle Formen der Fischerei sowie der Abbau von Sand und Kies erlaubt. Greenpeace fordert, dass mindestens 40 % der Weltmeere von nutzungsfreien Meeresschutzgebieten bedeckt sind. Nur so hat das Meer eine Chance, sich von der Ausbeutung durch den Menschen zu erholen.
Tja schade nur, dass Schutzgebiete das Meer nicht vor seiner größten Bedrohung - dem Klimawandel - schützen können und das war ja Bushs Spezialgebiet. Das Meer hat bis jetzt zwar etwa die Hälfte des menschengemachten CO2 aufgenommen, aber nicht ohne Konsequenzen. Vor Übersäuerung und Temperaturanstieg bewahren selbst Schutzgebiete nicht.
Also, Mister President, danke für das Schutzgebiet, aber das Image der Klimasau werden Sie auch damit nicht mehr los.
Greenpeace darf das Schutzgebiet Sylter Außenriff nicht weiter mit dem Versenken von Natursteinen vor Grundschleppnetzfischerei und Sand- und Kiesabbau bewahren. Auf Anweisung des Bundesverkehrsministers hat die Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord in Kiel uns das gestern untersagt. Mehr Infos gibt es hier
Greenpeace-Taucher an einem der versenkten Steine im Sylter Außenriff
Das Nachrichtenmagazin “Der Spiegel” beschäftigt sich in seinem aktuellen Heft mit dem derzeitigen politischen Streit, der um unseren Protest vor Sylt entbrandt ist. Offensichtlich können sich die Ministerien nicht einigen, wer uns nun endlich zur Räson bringen soll: Innen- oder Verkehrsministerium. Zuständig wäre Innenminister Schäuble (CDU), der dies sicher auch gern täte. Den schwarzen Peter schob das Kanzerlamt jetzt aber laut “Spiegel” Verkehrsminister Tiefensee (SPD) zu. Beispielsweise sollten unsere Schiffe im Nord-Ostsee-Kanal festgesetzt werden.
Tiefensee fühlt sich aber überhaupt nicht zuständig. Ein hochrangiger Beamter des Verkehrsministeriums soll gesagt haben, dass sie derart rigorose Massnahmen «mit Sicherheit nicht durchführen». Laut Verkehrsministerium besteht auch keine Gefahr für Schiffe, da Warnhinweise ergangen sind.
Eigentlich schade, dass die Politiker sich darüber streiten, wer unseren Protest unterbindet. Besser wäre es, sie würden ihre Energie und Arbeitskraft in Bemühungen stecken, das Schutzgebiet zukünftig effektiver vor Zerstörung zu bewahren. Der Streit um die Zuständigkeit könnte zumindest ein gutes Ende für die Meeresumwelt finden. Wenn man nämlich die Zuständigkeit dem Umweltministerium überträgt und dieses dann strengere Massnahmen gegen Fischerei und Sand- und Kiesabbau durchsetzen würde.
Viel los war heute nach Aussage meiner Kollegen beim Open Boat der “Beluga II” in List auf Sylt. Den tollen Sonnenschein haben offenbar jede Menge Menschen genutzt, um sich einmal ein Greenpeace-Aktionsschiff von Innen anzuschauen.
Weniger gut verlief eine Diskussion, die wir heute eigentlich mit Fischern aus der Region führen wollten. Dafür hatten wir einen Raum in einem Hotel in Tönning gebucht. Leider wurde dieser Raum kurzfristig vom Hotel - in dem übrigens der Fischereiverband Tönning normalerweise tagt - abgesagt.
Die Fischer kannten diese Absage offenbar schon vorher. Weder ein Verbandsvertreter noch sonst jemand war dort.
Einige Fischer hatten vorab Kontakt aufgenommen und wollten sich gern mit uns auseinandersetzen. Mit diesen haben wir nun einen neuen Termin vereinbart. Wir suchen das Gespräch und sind jederzeit zu einer Diskussion bereit.
Am kommenden Sonntag, den 31.8., laden wir alle Sylt-Gäste und Einheimische von 10-17 Uhr zum Open Boat auf dem Greenpeace-Aktionsschiff “Beluga II” ein. Das Schiff liegt im Lister Hafen an der Nordmole und die Besatzung freut sich auf viel Besuch. Kommt zahlreich!
Auf dem Anleger informieren wir über das Schutzgebiet Sylter Außenriff und unsere Aktivitäten dort. Es gibt eine kleine Ausstellung zu diesem Thema und wir beantworten Fragen. Für die Kinder bieten wir Spiel- und Bastelmöglichkeiten an.
Die “Beluga II” ist der Nachbau eines uralten holländischen Schiffstyp, einer Klipperaak. Mehr Infos zum Schiff gibts vorab schon mal hier.
P.S.: Gestern gab der Verband der Kutter- und Küstenfischer bekannt, dass er die Bundespolizei wegen Untätigkeit gegen uns verklagt hat. Die Bundespolizei kann allerdings nur tätig werden, wenn sie den Auftrag dazu bekommt. Noch ist aber die Zuständigkeit der Behörden gar nicht geklärt.
Wir fordern Sigmar Gabriel auf, sich die Zuständigkeit dafür zu holen, das Rahmenwerk des Natura 2000-Gebietes im Sylter Außenriff umzusetzen und dort Fischerei sowei Sand- und Kiesabbau zu verbieten.