Greenpeace vor Ort!

22. Mai 2009

(c) Fred Dott/Greenpeace

(c) Fred Dott/Greenpeace

Wir starten am 29. Mai unsere sogenannten Themenabende - Greenpeace-Experten stellen ein
Fachgebiet mit all seinen Problemen und eventuellen Lösungen vor.

Die etwa einstündigen spannenden Vorträge und Präsentationen finden im Kinosaal des OZEANEUMs
statt, gleich neben der Ausstellung “1:1 Riesen der Meere” Anschließend ist Zeit  zum Fragen und Diskutieren. Info-Material zu allen Themen liegen bereit. Der Eintritt ist frei!

WO? Im Kinosaal im OZEANEUM

WANN?
29. Mai                  Meeresexperte Dr. Christian Bussau
26. Juni                  Energieexperte Thomas Breuer
31. Juli                   Waldexperte Oliver Salge
28. August             Meeresexperte Thilo Maack
25. September       Gentechnikexperte Alexander Hissting

Beginn: jeweils 19 Uhr

(c) Jesco Denzel/Greenpeace

(c) Jesco Denzel/Greenpeace

Parallel setzen wir unsere Aktionstage zu aktuellen Meeresthemen, wie beispielsweise Überfischung, Walfang, Unterwasserlärm, Meereesschutzgebiete fort. Greenpeacer aus der Region, vom jugendlichen Akteur bis zum “alten Hasen”, stellen Ihre Arbeit vor. Sie geben Tipps zum Umweltschutz, sammeln Unterschriften zu verschiedenen aktuellen Themen und laden ein für Greenpeace aktiv zu werden. Filme, Vorträge und Aktivitäten für Kinder ergänzen das Programm. Die Aktionstage finden von Mai bis einschließlich Oktober an jedem dritten Sonntag statt.

WO? Im OZEANEUM Stralsund

WANN?
Sa/So/Mo    30./31.Mai und 1. Juni
Sa/So           20./21. Juni
Sa/So           18./19. Juli
Sa/So           22./23. August
Sa/So           19./20. September
Mo-Fr           26. bis 30. Oktober (in den Herbstferien)

jeweils von 10 bis 18 Uhr

Vielleicht schon einmal die Termine vormerken?
Wir freuen uns, wenn Sie bei uns vorbei schaun.

Und nicht zu vergessen unsere neue Multimedia-Inszenierung unter den Walen, zweimal pro Stunde findet das “Wal-Spektakel” statt.


OZEANEUM zeigt Finnwalherz

11. März 2009

(c) OZEANEUM - Finnwalherz

(c) OZEANEUM - Finnwalherz

Europas größtes präpariertes Tierherz ist seit heute im OZEANEUM Stralsund zu sehen. Das gezeigte Herz eines Finnwals bringt stattliche 61 kg auf die Waage und hat einen Umfang von zwei Metern. Das Herz wirkt gewaltig, doch im Verhältnis zu dem riesigen Körper ist die Größe normal. Der im Januar 2006 in der Wismarer Bucht gestrandete Finnwal war 16,5 Meter lang, wog 20 Tonnen und war Gegenstand umfangreicher Medienberichterstattung: Aus Protest gegen den sinnlosen Walfang zu angeblich wissenschaftlichen Zwecken transportierte Greenpeace den Finnwal nach seiner Bergung vor die japanische Botschaft in Berlin, bevor er an die Wissenschaftler und Präparatoren des Deutschen Meeresmuseums übergeben wurde. Die Japaner wollen immer noch jedes Jahr 50 Finnwale fangen. Die Zukunft der internationalen Walfangkommission wird zurzeit in Rom verhandelt.
Das Herz des Wals schlägt gemächlich. Je größer ein Säugetier, desto geringer die Herzfrequenz. Die Herzfrequenz des Finnwals liegt zwischen vier und acht Schlägen pro Minute und ist damit zehnmal niedriger als beim Menschen. Das mit Konservierungsflüssigkeit gefüllte Glasbecken mit dem eindrucksvollen Exponat hat seinen Platz in der Ausstellung „1:1 – Riesen der Meere“ in Nähe des Riesenkalmars gefunden. Zum Vergleich haben die Präparatoren des Deutschen Meeresmuseums ein menschliches Herz daneben platziert.

(c) Paul Langrock/Zenit/Greenpeace - Greenpeace-Protest mit dem toten Finnwal vor der japanischen Botschaft in Berlin: Wissenschaft braucht keine Harpunen

(c) Paul Langrock/Zenit/Greenpeace - Greenpeace-Protest mit dem toten Finnwal vor der japanischen Botschaft in Berlin: Wissenschaft braucht keine Harpunen


Neben diesem und anderen Exponaten werden in dieser gemeinsam mit Greenpeace umgesetzten Ausstellung Walmodelle in Originalgröße gezeigt. Die von Greenpeace und dem Deutschen Meeresmuseum gemeinsam konzipierte Ausstellung zeigt einen 26 Meter langen Blauwal, ein 16 Meter langes Buckelwalweibchen mit Kalb, einen 15 Meter langen Pottwal im Kampf mit einem Riesenkalmar sowie einen acht Meter langen Orca. Seit Eröffnung im Juli 2008 besuchten über 650.000 Menschen die Ausstellungen und Aquarien im OZEANEUM Stralsund.


Aus für Waljäger Yushin Maru 2?

16. Januar 2009

Yushin Maru 2

Yushin Maru 2

Von unseren internationalen Kollegen erfahren wir gerade, dass ein Jagdschiff der japanischen Walfangflotte in einen indonesischen Hafen eingelaufen ist. Derzeit liegt die “Yushin Maru 2″ in Surabaya, Ost-Java, und soll dort repariert werden.

Nach Recherchen unserer indonesischen Kollegen ist der Jäger an Propeller und Ruder beschädigt. Zudem soll das Navigationssystem nicht funktionieren. Nach Aussagen von Behördenvertretern vor Ort soll das Fängerschiff nicht zur Flotte ins Südpolarmeer sondern nach Japan zurückkehren. Sollte sich die “Yushin Maru 2″ tatsächlich nach Japan auf den Weg machen, könnte es für die restliche Walfangflotte schwierig werden, ihre diesjährige Fangquote zu erfüllen.

Nicht das erste Mal: Bereits im Februar 2007 musste die Fangflotte wegen eines Brandes auf ihrem Mutterschiff, der “Nisshin Maru”, frühzeitig nach Japan zurückkehren. 2008 wurde das Versorgungsschiff der Flotte, die “Oriental Bluebird” ausgeflaggt, weil es keine Eisklasse hat und in den Gewässern des Südpolarmeeres nicht fahren darf.

Selbst die Schiffe scheinen nicht mehr ins Südpolarmeer fahren zu wollen. Es wird mehr als Zeit, dass Japan seine Walfangflotte verschrottet!


Große Greenpeace Meereswochenden im OZEANEUM

23. Oktober 2008

Kinderspaß im Ozenaneum

Kinderspaß im Ozenaneum

Wer Greenpeace live erleben will, der sollte vom 24. Oktober bis 26. Oktober im OZEANEUM in Stralsund vorbei schaun.

Greenpeace wird unter dem Motto „Meeresschutzgebiete“ einige Aktivitäten für Erwachsene und Kinder anbieten. Vom Wal-Quiz, über ein Angelspiel für Groß und Klein bis hin zu Vorleserunden in der Krypta. Die genauen Anfangszeiten werden vor Ort bekannt geben. Greenpeace wird auf alle Fälle von 10-17 Uhr anwesend sein.

Im Rahmen des Herbstferienprogramms des OZEANEUMs findet nur vier Tage später, am 30. Oktober ein weiterer Aktionstag mit speziellen Familienführungen und einem musikalischen Ausklang unter den Walen statt.

Vom 31. Oktober bis 2. November wird dann Greenpeace noch einmal live vor Ort sein. Dann steht der Walschutz im Mittelpunkt der Informationen. Spezielle Walvorträge werden im Kinosaal der Ausstellung 1:1 Riesen der Meere stattfinden.

Wer Zeit und Lust hat, sollte vorbei sehen.


Der Buckelwal hat’s geschafft

26. August 2008

Der Buckelwal im Kattegat

Der Buckelwal im Kattegat

Der Buckelwal hat den Weg raus aus der Ostsee gefunden. Großes Aufatmen und große Erleichterung. Auch wenn noch ein Fragezeichen übrig bleibt: Ich gehe davon aus, dass der Wal den Weg durch die Meerenge zwischen Nord- und Ostsee durchschwommen hat.

Aber der Reihe nach: Am 23. Juli wurde ein Buckelwal im Öresund, einer Meerenge zwischen dem Kattegat und der Ostsee, gesichtet. In den darauffolgenden Wochen hat er sich dann beinahe jeden Tag irgendwo gezeigt: in Polen, Schweden oder an der deutschen Ostseeküste. Überall, wo er auftauchte, war dem Wal die Aufmerksamkeit gewiss. An der Küste von Rügen und in der Lübecker Bucht zeigte er sich besonders oft.

Doch ein Buckelwal gehört nicht in die Ostsee. Normalerweise tummelt er sich zu dieser Zeit vor Nordnorwegen im Nordatlantik und schlägt sich den Magen mit Kleinkrebsen, besser bekannt als Krill, und Schwarmfischen wie Heringen den Bauch voll. Das ist auch dringend notwendig. Zwar verbringt er die Wintermonate in warmen Gewässern, vor allem in der Karibik. Dort findet er aber wenig zu fressen und ist eher auf Diät.

Dieses Anfressen von Fettreserven für schlechte Zeiten fiel für den Buckelwal in der Ostsee aus. Zwar hat er während seines Aufenthalts gefressen, aber nicht genug - er magerte zusehends ab. Es wurde höchste Zeit, dieses für ihn so ungünstige Meer zu verlassen.

Sorgen hat uns vor allem die Meldung am vergangenen Montag gemacht, dass der Wal in zu flache Gewässer geraten sei und Probleme hätte sich zu befreien. Schnell waren zwei Bootsteams zusammengestellt und wir postierten uns in Grömitz, um gegebenfalls eingreifen zu können.

Dass es geht, einen Wal vor dem Stranden zu bewahren, konnten wir vor genau zehn Jahren zeigen, als es uns vor Sankt Peter Ording an der Nordsee gelang, drei Pottwale mit Hilfe von vier Greenpeace-Booten und zwei Schiffen der Küstenwache am Stranden zu hindern. Wir haben ihnen das Leben gerettet. Ein gutes Gefühl.

Bei diesem Buckelwal wollten wir ähnlich vorgehen. Gemeinsam mit der Bundespolizei, der Küstenwache und der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger sowie den Fährlinien haben wir eine Meldekette entlang der Ostseeküste aufgebaut, um schnell die Position des Wales zu erfahren.

Zum Glück, oder leider, haben wir den Wal nicht mehr gesehen: Auch ein Überflug über die westliche Ostsee am vergangenen Freitag brachte keine neuen Erkenntnisse über den Aufenthalt des Wales.

Erst eine Meldung am Sonntagabend, dass ein Buckelwal im Kattegat gesichtet worden sei, ließ uns aufhorchen. Gleich am Montag nahmen wir Kontakt zu den schwedischen Zeitungen auf, um Näheres zu erfahren. Und siehe da, es gab Bilder von diesem Wal. Damit konnten wir einen Fotovergleich anstellen zwischen dem Buckelwal in der Ostsee und dem neu gesichteten Tier im Kattegat.

Da die Bilder nicht eindeutig waren, war es schwer, einen sicheren Vergleich zu ziehen. Normalerweise kann man anhand der Unterseite der Schwanzflosse, die wie ein Fingerabdruck individuell gestaltet ist, eine klare Zuordnung vornehmen. Nach genauer Analyse sind wir dann doch zu dem Schluss gekommen, dass es sich um ein und dasselbe Tier handelt.

Aufatmen und Erleichterung, dass der Wal es nach so langer Zeit geschafft hat, doch noch den Weg raus zu finden. Hoffentlich findet er nun schnell den Weg nach Norden zu seinen Artgenossen.

Viele Grüße von Jörg Feddern


Greenpeace unterwegs vor Grömitz

21. August 2008

Unser Team wartet weiter in Grömitz auf “Bucki”. Nichts Neues bisher. Hier gibt es aber ein paar Videobilder vom gestrigen Einsatz auf der Ostsee.

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“Bucki” bleibt verschwunden

20. August 2008

In Neustadt (Holstein) scheint die Abendsonne auf unsere Schlauchboote. Bis heute Abend hat sich der Buckelwal nicht blicken lassen. Vielleicht ein gutes Zeichen. Eine Nachricht, dass er im Kattegat oder Oeresund gesehen wurde, wäre uns lieber.

Toll finde ich die Herzlichkeit der Leute hier an der Ostsee. Urlauber und Einheimische wünschen “Bucki” die Freiheit und uns viel Erfolg. Ich wünsche uns, dass wir gar nicht gebraucht werden, weil der Wal allein und ohne weitere Verzögerung zurück in die Nordsee schwimmt.

Gerade wurde entschieden, dass wir auf jeden Fall bis Freitag hier bleiben. Falls “Bucki” doch noch auftaucht.

Morgen an dieser Stelle: Videobilder von unserem Einsatz in der Lübecker Bucht.


Warten auf den Wal

20. August 2008

Mit zwei Schlauchbooten und fünf Greenpeacern warten wir in Grömitz auf Sichtmeldungen vom Buckelwal in der Ostsee. Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger, die DLRG, die Küstenwache und alle Fährschiffe wissen, dass sie uns Bescheid geben sollen, wenn “Bucki” irgendwo gesehen wird. Leider hören wir bisher nichts.

Heißt das, dass der Buckelwal doch seinen Weg in die Nordsee gefunden hat? Wir wissen es nicht. Seit Montagnachmittag wurde er zumindest nicht mehr gesehen.

Wir warten noch ab. Die Sonne scheint im Grömitzer Yachthafen, wo unsere Schlauchboote liegen. So macht das Warten Spaß. Wie lange wir warten wollen? Das wissen wir noch nicht…



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