Meere schützen! Jetzt!

29. Oktober 2008

Warum sind eigentlich Schutzgebiete für die Meere so wichtig? Wie bedroht ist das Leben in den Ozeanen? Gibt es bald nur noch Fische aus Aquakulturen? Solche Fragen beantworten am kommenden Wochenende freundliche Greenpeace-Mitarbeiter im OZEANEUM. Wir laden ein zum zweiten großen Meereswochenende in Stralsund. Im Fokus steht die Bedrohung der Meere und die Dringlichkeit von Schutzgebieten.

Familienspaß mit Gewinnspiel, Kinofilme und Vorträge gibt´s täglich von 10 - 17 Uhr.

Zwar müssen sich die Fischer in Nord- und Ostsee nun auf geringere Fangquoten im nächsten Jahr einstellen, allerdings ist auch das nur ein fauler Kompromiss. Greenpeace-Meereskampaignerin Bettina Walter dazu: “Der Heringsbestand muss sich dringend erholen. Die Forderung der Wissenschaftler nach einer Absenkung der Quote um 63 Prozent wurde erneut um mehr als 20 Prozent gedrückt. Beim Dorsch wurden die wissenschaftlichen Empfehlungen zwar eingehalten, aber besonders in der westlichen Ostsee besteht kein Grund zur Entwarnung. Der Bestand hat sich zwar leicht erholt, dennoch darf man den Druck auf die Fischbestände nicht gleich wieder erhöhen.”


EU-Minister legen neue Fangquoten fest

27. Oktober 2008

Heute trifft sich in Luxemburg der EU-Fischereiministerrat, um über neue Fangquoten für die EU zu beraten.

Greenpeace fordert, den Fang von Blauflossenthunfisch im Mittelmeer komplett auszusetzen, bis die Anrainerstaaten die Piratenfischerei vor ihrer Haustür in den Griff bekommen haben. Neben viel zu hoher Fangquoten ist der große Anteil der illegalen Fischerei dafür verantwortlich, dass der Blauflossenthun kurz vor seiner Ausrottung steht.

Auch der Dorsch in der Ostsee steht kurz vor dem Kollaps. Auch hier wäre jede erlaubte Fangquote für den Fortbestand des Dorsches in der Ostsee zu hoch.


Große Greenpeace Meereswochenden im OZEANEUM

23. Oktober 2008

Kinderspaß im Ozenaneum

Kinderspaß im Ozenaneum

Wer Greenpeace live erleben will, der sollte vom 24. Oktober bis 26. Oktober im OZEANEUM in Stralsund vorbei schaun.

Greenpeace wird unter dem Motto „Meeresschutzgebiete“ einige Aktivitäten für Erwachsene und Kinder anbieten. Vom Wal-Quiz, über ein Angelspiel für Groß und Klein bis hin zu Vorleserunden in der Krypta. Die genauen Anfangszeiten werden vor Ort bekannt geben. Greenpeace wird auf alle Fälle von 10-17 Uhr anwesend sein.

Im Rahmen des Herbstferienprogramms des OZEANEUMs findet nur vier Tage später, am 30. Oktober ein weiterer Aktionstag mit speziellen Familienführungen und einem musikalischen Ausklang unter den Walen statt.

Vom 31. Oktober bis 2. November wird dann Greenpeace noch einmal live vor Ort sein. Dann steht der Walschutz im Mittelpunkt der Informationen. Spezielle Walvorträge werden im Kinosaal der Ausstellung 1:1 Riesen der Meere stattfinden.

Wer Zeit und Lust hat, sollte vorbei sehen.


Über 400.000 Besucher im OZEANEUM

15. Oktober 2008

Gestern konnte ich mich endlich selbst davon überzeugen, wie der neue Bewohner in der Ausstellung 1:1 Riesen der Meere aussieht - einfach beeindruckend, wie der Pottwal mit dem Kalmar im Maul so neben dem 26 m langen Blauwal abtaucht. Zurzeit werden in der Halle noch die letzten Arbeiten durchgeführt, damit die Besucher in Kürze wieder direkt unter den Walen liegen können.

Neben dieser Ausstellungserweiterung bereiten wir uns gerade auf unsere Aktionstage Ende Oktober vor. An diesen Tagen sind unsere ehrenamtlichen Mitstreiter vor Ort und bieten eine Fülle an Aktivitäten für Groß und Klein an. Angefangen beim Walquiz für die sehr interessierten Besucher, über Bastelaktivitäten für die Kleinen, bis hin zu Vorträgen und Vorleserunden unter den Walen. Wir werden vom 24.10.-26.10 und vom 31.10.-2.10. jeweils von 10-18 Uhr in der Ausstellung 1:1 Riesen der Meere zu finden sein. Das detaillierte Programm wird in der nächsten Woche hier im Blog stehen.

Bis dahin Termine vormerken und vorbei schaun, wir freuen uns!


Schweinswal vor OZEANEUM

8. Oktober 2008

Die Attraktivität des OZEANEUM spricht sich herum: Im Stralsunder Hafenbecken interessierte sich jetzt sogar ein Exemplar der sehr seltenen Schweinswale für die spektakuläre Meeresausstellung. Der Schweinswal, auch Kleiner Tümmler genannt, ist die einzige in den deutschen Meeren vorkommende Wal-Art. Zudem sind die Schweinswale in der Ostsee vom Aussterben bedroht. Dieses ca. 1,20 bis 1,30 m große Tier stattete zuerst dem Stralsunder Südhafen einen Besuch ab und erfreute dann Wissenschaftler und Besucher des OZEANEUM. Die Walforscher des Deutschen Meeresmuseums konnten den kleinsten Wal dort in aller Ruhe beobachten.


Der Film zum Einzug

4. Oktober 2008

Zuwachs fürs OZEANEUM. Wie Pottwal und Riesenkalmar in unsere Ausstellung “1:1 Riesen der Meere” einziehen. Eine logistische Meisterleistung!

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Moby Dick geht durchs Nadelöhr

2. Oktober 2008

Die Wale-WG ist komplett. Heute Morgen zog der 15 Meter lange Pottwal gemeinsam mit dem zehn Meter langen Riesenkalmar in die Ausstellungshalle des OZEANEUM in Stralsund ein. In der Nacht waren die beiden Riesen auf Schwerlastern aus einer Werkstatt in Dresden gekommen.

Um 8 Uhr sollte zunächst der vier Tonnen schwere Pottwal in die Halle einrollen. Doch es gab ein Nadelöhr: das Eingangstor ließ nur wenige Zentimeter Platz für den Giganten. Zudem hatten die Künstler aus Dresden ihre künstlerische Freiheit ausgekostet und die Wölbung des Rückens etwas stärker als geplant gestaltet. Mit viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl streichelten die Männer des Transportunternehmens das große Tier regelrecht in die Halle. Respekt!

In den nächsten Tagen werden Pottwal und Riesenkalmar miteinander verbunden, so dass die Skulptur schließlich ein Naturdrama zeigt, dass so noch nie ein Mensch beobachten konnte: den Tiefseekampf eines Pottwals mit einem Riesenkalmar. Dass es solche Kämpfe tatsächlich gibt, ist hinreichend verbürgt. Wissenschaftler fanden Überreste von Riesenkalmaren in den Bäuchen von Pottwalen, zudem lieferten Abdrücke ihrer Saugknäpfe auf deren Haut jede Menge Hinweise darauf.

Den Film zu den Tücken des Einzugs könnt Ihr morgen an dieser Stelle sehen.


Merkel wird nicht Meereskanzlerin

1. Oktober 2008

“So bleibt der Meeresschutz auf der Strecke”, urteilt unser Meeresbiologe Thilo Maack über die neue  Meeresstrategie der Bundesregierung, die das Umweltministerium heute dem Kabinett vorstellte und die dort beschlossen wurde. “Frau Merkel muss Schutzgebiete endlich ernst nehmen und dort den Sand- und Kiesabbau sowie die Fischerei verbieten, damit sich die Fischbestände und die zerstörte Natur erholen können.”

Mehr als eine Absichtserklärung kam heute leider nicht dabei heraus. Dieser müssen aber nun Taten folgen, damit Deutschland sein Ziel erreichen und die geschädigte Natur in Nord- und Ostsee bis 2020 sanieren kann. Stattdessen will man zunächst die Umweltfolgen des Sand- und Kiesabbaus im Schutzgebiet Sylter Außenriff prüfen. Eine klare Absage an die Ölförderung im Nationalpark Wattenmeer fehlt ebenso.

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) sagte, jetzt sei es entscheidend, dass der Schutz der Meeresumwelt in allen Politikfeldern als zentraler Bestandteil einer nachhaltigen Politik begriffen werde, “auch dann, wenn es zu Konflikten beispielsweise mit den Interessen der Fischerei kommt”. Ein guter Ansatz.

Doch was passiert, wenn die Meeresumwelt bis 2020 nicht saniert und stattdessen weiter ruiniert ist? Dann wird wahrscheinlich bedauernd mit den Köpfen geschüttelt und ratlos mit den Schultern gezuckt.

Noch ein Lesetipp: Spiegel Online schreibt “Der Lärm in den Ozeanen nimmt zu. Schuld ist die zunehmende Versauerung”.



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1:1 - Riesen der Meere | Wale in Stralsund