Ein zwölf Meter langer Buckelwal ist vor der Küste Rügens gesichtet und fotografiert worden. Anhand der Fotos des springenden Tieres hat der Direktor des Stralsunder Meeresmuseums und Walforscher Harald Benke den Wal eindeutig identifiziert. Es kommt sehr selten vor, dass sich ein Buckelwal in die Ostsee “verschwimmt” und daher eine kleine Sensation. Die letzten Buckelwale sind 2002 und 2003 gesichtet worden. Helfen kann man den Meeressäugern leider nicht, sie müssen ihren Weg zurück selber finden. Mehr auf spiegel-online.
6.15 Uhr. Rauf auf ’s Fahrrad Richtung Bahnhof. Es wird heiß werden und der Zwang, den 6.42-Zug Richtung Stralsund zu nehmen, tut gut - die frühen Morgenstunden sind das Beste an solchen Tagen.
11 Uhr. Die Besucherschlange vorm OZEANEUM ist nicht mehr ganz so lang wie während der Regentage vor einer Woche. Trotzdem herrscht reges Treiben in allen Ausstellungen und ein freier Platz auf den Liegen unter den Walen ist kaum zu ergattern. In wenigen Tagen ist meine Aufgabe erfüllt, die Ausstellung steht und ich kann das Projekt verlassen.
Ein paar Ausstellungs-Inhalte müssen noch geprüft werden. Mit dem interaktiven Schaltpult an der Bedrohungsvitrine bin ich sehr zufrieden. Bis auf wenige Kleinigkeiten sind unsere Ideen perfekt umgesetzt worden. Für jede Vitrine, für jedes der gut 20 Infopulte und für jedes Tier, das in den Touchscreens behandelt wird, haben wir Drehbücher geschrieben. Grafiker, Designer und Drucker wussten so, welche Texte, Fotos und Abbildungen wie miteinander kombiniert werden sollten. Das Schaltpult gibt den Besuchern u.a. die Möglichkeit, Tipps zu erhalten, wie man auch im täglichen Leben zum Schutz der Meere beitragen kann. Hier wurde unser Drehbuch mit Leben gefüllt und hilft hoffentlich mit, Selbiges im Meer zu retten.
Seit der Eröffnung am 11.7. durch Frau Merkel haben sich schon 57.000 Besucher die Schönheit der heimischen Meeresfauna angesehen und sind auch bei uns in der Ausstellung „1.1 Riesen der Meere“ vorbei gekommen.
Meine Kollegin Elke, die die Ausstellung vor Ort betreut, ist fast Tag und Nacht im Einsatz, um die letzten Arbeiten in der Ausstellung zu koordinieren oder um kleine Reparaturen eben mal schnell selbst durchzuführen, z.B. Auswechseln von Strahlern oder das Installieren von zusätzlichen Elementen. Vor ein paar Tagen wurde mal wieder ein kleines elektronisches Teilchen für ein Ausstellungselement gesucht und wo wurde dieses dann entdeckt, kaum zu glauben, aber wahr – im Unterbau einer Vitrine. Da hatten es die Ausstellungsbauer am Ende der hektischen Aufbauphase vergessen. Es lag dort trocken und sicher. Alles halb so wild, es findet sich fast alles wieder an.
Wir hier in Hamburg planen nun schon wieder die Hängung des noch fehlenden Pottwals inkl. dem Riesenkalmar. Die Hängung hängt noch von einigen Faktoren ab, z.B. soll die Hängung tagsüber oder nachts erfolgen, wie viel Raum muss dafür rundherum frei bleiben und und und. Solch eine weitere Hängung ist ein kleines logistisches Meisterwerk, denn das Modell liegt zurzeit noch in Dresden in der Werkstatt von Peter Ardelt dem Figurenbauer. Vor ein paar Tagen wurde der Pottwal dort von unserem Projektleiter Dr. Thomas Henningsen und den Kollegen vom DMM abgenommen. Folglich muss der Transport von Dresden nach Stralsund erfolgen und dann möglichst zeitnah die Hängung.
Wir halten euch auf dem Laufenden, damit Ihr dieses Ereignis nicht verpasst.
Übrigens bis zum 28. Juli läuft noch unsere kleine Quizaktion (bendet!) – 10 Familienkarten für das OZEANEUM zu gewinnen! Macht doch auch noch mit!
Der neueste Weblog-Beitrag kommt direkt aus Stralsund. Seit dem 1.Juli arbeite ich für das OZEANEUM und betreue dort die Ausstellung “1:1 Riesen der Meere”. Gleichzeitig diene ich Greenpeace als Ansprechpartnerin für alle Fragen und Wünsche rund um “unsere Giganten”.
Nach der z.T. sehr anstrengenden und etwas hektisch zugehenden letzten Bauphase freuen wir uns hier jetzt alle, endlich die Türen für unsere Gäste öffnen zu können und sie bei der “Unterwasserreise” begleiten zu dürfen.
Doch wirkliche Zeit zum Atem schöpfen bleibt kaum, denn nach dem Eröffnungswochenende werden wir nun tagtäglich von einer eindrucksvollen Besucherwelle überrollt.
Erst am späten Nachmittag kehrt ein wenig Ruhe ein, nach und nach nutzen unsere Gäste auch die langen Öffnungszeiten (in den Sommermonaten bis 21.00 Uhr!) und vermeiden so die lange Warteschlange, die sich tagsüber vor dem OZEANEUM bildet.
Nicht nur bei den Kindern herrscht ehrfurchtsvolles Staunen, wenn sie unsere Ausstellung “1:1 Riesen der Meere” betreten. Auch Erwachsene verstummen oft beim ersten Anblick. Schon nach wenigen Schritten steht man Auge in Auge dem imposanten und unglaublich lebensechten Blauwal-Modell. Er scheint scheinbar schwerelos an der Hallendecke befestigt und überragt alle anderen Wale.
Es ist recht lustig, die Besucher dabei zu beobachten, wie sie den Versuch unternehmen, einen solchen Riesen in seiner gesamten Länge mit ihrer Kamera einzufangen, sich beständig rückwärts bewegen, bis sie von einer Wand oder einem anderen Besucher gebremst werden. Irgendwann geben sid dann doch auf und beschränken sich auf ein Portraitbild.
Ein kleiner 6-jähriger Junge hat seine Länge übrigens schon mal auf ein Kilometer geschätzt!?! Aber das Gefühl, gegenüber diesem majestätischen Giganten ein kleiner Zwerg zu sein, hat wohl jeder.
Besonders genießen die Gäste die Liegen in der untersten Etage, von denen man nicht nur einen wunderbaren Überblick auf die Wale, sondern auch herrlich relaxen und dabei die Ton- und Lichtinszenierung bewundern kann.
Ich persönlich genieße am meisten die ruhigen Minuten vor Öffnung der Ausstellung, wenn ich mit den Riesen noch ganz alleine bin. Wenn ich dann an unserem Blauwal vorbeigehe, habe ich manchmal fast den Eindruck, als lächelte er mir zu.
Mittlerweile haben mehrere Tausend Besucher pro Tag das OZEANEUM und unsere Riesen der Meere besucht. Einige Besucher kommen aus dem Staunen nicht heraus, so echt und einmalig sehen die Riesen aus. Uns freut das enorm, denn dann ist unser Konzept die Faszination der Ozeane und ihrer Bewohner dem Besucher näher zu bringen ein Stück weit gelungen. Auch wenn noch nicht alles ohne Störungen funktioniert, so gibt es doch vieles zu entdecken und zu bestaunen. Schaut doch einfach auch in den nächsten Wochen vorbei oder macht mit bei unserer Verlosungsaktion (beendet!).
Unsere Kollegen vor Ort melden uns auch zurück, dass es sich immer wieder lohnt den Kinosaal zu besuchen, solche eine Ansammlung von spannenden und informativenFilmen gibt es selten. Dafür steht Greenpeace, denn wir wollen nicht nur die Schönheit der Ozeane aufzeigen, sondern auch auf die einzelnen Bedrohungen eingehen und Tipps für den Einzelnen geben, wie er selbst etwas zum Schutz der Meere beitragen kann.
Und gerade dieser Ansatz findet auch bei den jüngeren Besuchern Anklang, nicht nur meckern, sondern selbst etwas tun, so wie es unsere Ehrenamtlichen in den rund 90 bundesweiten Greenpeace-Gruppen bereits vormachen. Also, wenn der eine oder andere Lust hat bei uns aktiv zu werden, nur zu!
Wir alle sind wieder wohl behalten, zwar etwas müde von den langen Tagen in Stralsund, in Hamburg eingetroffen und versuchen uns nun durch den Berg an Arbeit zu wühlen. Gestern haben wir uns hier im Büro den neuen Film angesehen - sehr amüsant und informativ. Überzeugt Euch selbst!
Am Samstag den 12. Juli trafen Tom und ich Simon Jasper-Langenbach mit seiner Familie, vielleicht erinnern sich einige von Euch, dass Simon uns geschrieben hatte und unbedingt das neue OZEANEUM besuchen wollte, bevor er wieder nach Hause fährt. Das OZEANEUM und wir haben es möglich gemacht und Simon eine Sonderführung durch die Ausstellung „1:1 Riesen der Meere“ spendiert. Tom als Meeresbiologe hat das gerne übernommen und Simon und seine Familie waren total begeistert: „Die Führung von Tommi war einfach klasse! Greenpeace ist mir dadurch noch ein Stück näher gerückt. Die Informationen die Tommi mir über Fischfang gegeben hat, haben mich sehr zum Nachdenken gebracht. Besonders gefallen hat mir die Walausstellung 1:1 Riesen der Meere. Die Größe der Wale hat mich sehr fasziniert! Ich finde es toll wie man so groß werden kann. Erschreckend finde ich, dass man bei der Größe so gefährdet ist. Als ich auf der Liege lag kam es mir vor, als läge ich im Meer und die Tiere schwämmen über mir.“
Und noch eine weitere gute Nachricht zum Schluss unsere japanischen KollegenJunichi Sato (31) und Toru Suzuki (41) sind auf Kaution aus der Haft entlassen worden. Der Staatsanwalt hat bis zuletzt versucht die Freilassung zu verhindern. Doch das Gericht in Aomori stimmte spät am Dienstagabend einer Freilassung unter strengen Auflagen zu. Nach 26 Tagen Untersuchungshaft dürfen die beiden am Mittwochmorgen zu ihren Familien nach Tokyo zurückkehren.
Wir verlosen zehn Familienkarten (2 Erwachsene plus 2 Kinder) für einen kostenlosen Eintritt ins neue OZEANEUM in Stralsund. Beantwortet einfach die drei folgenden Fragen: - Die Aktion ist beendet! - (Der Rechtsweg ist ausgeschlossen). Ein Tipp: Schaut Euch vorher das “Making Of” der Ausstellung “1:1 Riesen der Meere” an.
Hier nun die Fragen:
Wie groß ist der größte Riese der Ausstellung?
Wie viele Kilogramm Farbe wurden zum Anmalen der Walmodelle genutzt?
Woraus wird das Grundgerüst der Wale erstellt? (”erste Zutat”)
Übrigens: Ein Besucheransturm überrollte das OZEANEUM gestern. Zeitweise kringelte sich die Besucherschlange bis zu 100 Meter über den Vorplatz des OZEANEUM. Schön, dass das Meeresmuseum soviele Menschen interessiert.
Das OZEANEUM ist täglich von morgens 9.30 Uhr bis 21 Uhr am Abend geöffnet.
Sonntag, 10 Uhr. In einer Stunde treffen Angela und ich uns mit den Architekten und Grafikern des OZEANEUMs und gehen noch mal durch die gesamte Ausstellung. Mängel und noch ausstehende Arbeiten müssen aufgelistet werden, damit alles so schnell wie möglich so aussieht, wie die Experten vom Meeresmuseum und wir uns das vorstellen.
So langsam kriecht die Müdigkeit in alle Knochen. Am Freitagmorgen, gut neun Stunden vor der Eröffnung, “lagen” wir noch in den Vitrinen, um die letzten Exponate aufzustellen.
Wusstet Ihr, dass ein Riesenhai mit einem “Mal” 18 Liter Sperma abgeben kann? Wir wissen nicht, warum er zu solch verschwenderisch anmutendem Benehmen neigt, aber wir fanden die Leistung faszinierend genug, um sie in der Ausstellung zu präsentieren. Dafür mussten allerdings 180 Glaskolben in Reih und Glied gebracht werden - keine leichte Aufgabe nachts um halb zwei. Frau Merkels Kommentar zu dieser Vitrine bestand zwar nur aus einem Wort, traf die Sache aber auf den Punkt: “Respekt”.
Zwischen den Eröffnungsfeierlichkeiten haben wir am Freitagnachmittag noch ein kleines Filmchen für euch gedreht. Morgen oder übermorgen stellen wir es ins Netz - das solltet Ihr nicht verpassen: So schick habt Ihr uns noch nie gesehen!
Jetzt ist das OZEANEUM eröffnet. Viel Trubel und Gedränge herrscht hier am Hafenbecken in Stralsund. Die Ausstellung selbst begeistert die Leute. Natürlich fehlt hier und da noch was. Manche Sachen funktionieren noch nicht richtig,z.B. fällt in einer unserer Vitrinen ständig das Licht aus (geht aber gleich wieder an). Auch die Toiletten sind noch nicht überall fertig. Und leider öffnet die tolle Nordsee-Ausstellung auch erst in ein paar Tagen.
Insgesamt sind die Besucher aber total begeistert. Gerade “1:1 Riesen der Meere” macht den Menschen großen Spaß. Vor allem auch den Kindern. Klasse!
Und wenn Thomas Henningsen (unser Projektleiter) dann noch durch die Ausstellung führt, bleiben die Besucher wie gebannt nicht nur unter den Walen, sondern auch an den Vitrinen stehen. Thomas kann die Faszination der ausgestellten Meeresthemen sehr packend erklären.
Traurig wird man, wenn man die Vitrine der “Fische gestern und heute” sieht. Nicht nur die Fischbestände wurden in den vergangenen Jahrzehnten drastisch reduziert, auch die Fische werden heute nur ein Drittel so groß wie noch vor 50 Jahren.
Der Trubel hier in Stralsund ist unbeschreiblich. Ebenso, was sich über Nacht alles verändern kann. Dr. Harald Benke, Leiter des OZEANEUM und des Deutschen Meeresmuseums, traf es auf den Punkt: “Gestern noch eine Baustelle - heute ein Meeresmuseum.” Heute Morgen waren plötzlich die meisten aus den Wänden hängenden Kabel, die Häufchen mit Bauschutt und die offenen Wände weg.
Dutzende Kamerateams, Fotografen und Journalisten drängelten sich heute früh um 11 Uhr bei der Eröffnung des Ozeaneums rund um die Bundeskanzlerin. Die kam in letzter Minute, aber freundlich lächelnd aus Berlin und setzte sich in der Halle unserer Ausstellung “Riesen der Meere” gleich auf ihren Platz in der ersten Reihe.
Unter den Walen begann der Festakt zur Eröffnung: Atemberaubend die Licht- und Tonvorführung der Wal-Ausstellung, die Gesänge der Buckelwale, das Röhren und Pfeifen der Blauwale und das Knarzen der Orcas. Dazu erstrahlten in der dunklen Halle die jeweiligen Tiere in hellem Licht. In der Ausstellung wird das später regelmäßig vorgeführt. Klassische Musik, Reden und zuletzt die Schlüsselübergabe an den Leiter des OZEANEUM und des Deutschen Meeresmuseums, Dr. Harald Benke - und dann war der Festakt vorbei.
Doch die Feier endet noch lange nicht. Direkt vor dem OZEANEUM ist ein kleines Volksfest aufgebaut. Auf der “Beluga II” flanieren die Gäste des “Open Boat”. Wir bieten übrigens morgen und übermorgen von 13-15 Uhr auch Schlauchbootfahrten an und die Sonne scheint auch mitzuspielen.